
Die Senatsverwaltung für Verkehr will den Pop-up-Radweg in der Kantstraße schnellstmöglich zurückbauen. Die Ausschreibung dafür sieht sehr kurze Fristen vor, um Tatsachen vor der Abgeordnetenhauswahl zu schaffen.
Sebastian Weise, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf:
„Es ist völlig unverständlich, dass ausgerechnet auf einer Straße, auf der bereits zwei Radfahrer ihr Leben verloren haben, der geschützte Radweg wieder abgeschafft werden soll. Statt die Verkehrssicherheit zu erhöhen, werden Radfahrende künftig gemeinsam mit Bussen auf einer Spur fahren müssen. Das ist kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden.
Besonders fragwürdig ist, dass es dafür offenbar nicht einmal eine Anordnung des Senats gibt. Gleichzeitig wird InfraVelo, das eigentlich für den Ausbau von Radverkehrsinfrastruktur zuständig ist, eingesetzt, um Busspuren einzurichten. Öffentliche Gelder werden so genutzt, um funktionierende Radwege zurückzubauen. Das ist Politik gegen die Verkehrssicherheit und gegen die Mobilitätswende.“